SOCIAL DISTORTION, 28.04.2015, Palladium Köln

Anfang des Jahres kündigten SOCIAL DISTORTION auf allen Kanälen an, sich in diesem Jahr auf ausgedehnte Tournee zu begeben, um den 25sten Geburtstag ihres selbstbetitelten Albums zu zelebrieren. Anlässlich dieses Jubiläums schob man ebenfalls eine Handvoll Termine in Deutschland in den Kalender, dessen letztes Konzert gestern Abend im Kölner Palladium stattfand.

Bereits lange vor dem offiziellen Einlass fanden sich die ersten Rockabillys, Rockabellas, Punks, Greaser, Teds und Rock`n`Roller vor den Toren des Palladiums ein, als diese um 18 Uhr öffneten. Wohin man blickte, Pettycoats & Betty Paige-Frisuren bei den Damen und Jeansjacken und Pompadour bei den Herren, ein Geruch von Schmiere drang durch die laue Kölner Abendluft. Um Punkt 19.30 Uhr eröffnete JOHNNY TWO BAGS den Abend, welcher allen anwesenden natürlich besser als Gitarrist von SOCIAL DISTORTION bekannt war. JTB spielten ein halbstündiges Set in bestem Südstaaten-Singer/Songwriterstil, sehr Country und Blueslastig, und eher zum schwofen als zum Tanzen geeignet. Dementsprechend verhalten zeigt sich das Kölner Publikum, welches bis zu dem Zeitpunkt noch sehr rar vertreten war.
Leider erreichte das Konzert nicht den Status “ausverkauft”, was u.a. dem DFB Pokalhalbfinale, dem angenehmen Wetter und vorallem der Tatsache dass Dienstag ist, geschuldet sein dürfte.

Nach einer Umbaupause ist nun JESSICA HERNANDEZ & THE DELTAS an der Reihe, welche bereits ab dem ersten Song ordentlich Gas geben und für Bewegung sorgen. Musikalisch deutlich rockiger, mit starkem Soul und 60`s Einfluss. Eine Formulierung die ich eigentlich vermeiden wollte, aber die Band bzw. Sängerin am besten beschreibt: ähnlich wie Amy Winehouse, nur lebendiger.

Inzwischen ist das Palladium gut gefüllt, doch mehr wie 3000 Zuschauer sollten es an diesem Abend nicht mehr werden. Mit einer kleinen Verzögerung im sonst recht straffen und streng eingehaltenen Zeitplan betreten SOCIAL DISTORTION um kurz nach halb Zehn zu den Klängen des Opener-Songs “Gimme Shelter” von den Rolling Stones die Bühne. Unter frenetischem Jubel begrüßt Mike Ness kurz das Palladium und legt dann erwartungsgemäß mit “So far Away” los. Gefolgt von “Let it be me” und dem Klassiker “Story of my Life” übertönen die Gesänge des Publikums Mike Ness ziemlich bald.
Die Band und vorallem Mike Ness präsentieren sich in allerbester Spiellaune. Mike wandert von einer Bühnenseite zur anderen und steht zwischen Refrain und Strophen immer wieder am vorderen Bühnenrand um die Menge zum mitsingen zu animieren – was eigentlich kaum notwendig ist; das Publikum frisst ihm förmlich aus der Hand. Von Altersmüdigkeit oder Bewegungsfaulheit ist hier keine Spur. Es folgen “Sick Boys” und mein persönlicher Lieblings-Social Distortion Song “Ball and Chain”. Nach knapp 50 Minuten ist der offizielle Teil des “SOCIAL DISTORTION” Albums mit “Drug Train” beendet und es folgen nahtlos 8 weitere Songs. Neben “Ring of Fire” spielen Social D. mit “Wild Horses” einen weiteren Cover Song (im Original von den Rolling Stones), sowie “I wont run no more” von Mike Ness` Solo-Album.
Den Abschluss machen Social Distortion mit dem Übersong “Dont Drag me Down”.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *