MONSTERS OF LIEDERMACHING, 25.04.2016, Essen, Turock

Juchu, endlich Bilder vom sagenhaften Mosters of Liedermaching Konzert aus Essen!
Da ich so sehr mit fotografieren beschäftigt war, fehlte mir leider die Zeit mir Stichworte über den Verlauf des Abends zu machen um Euch einen passenden Bericht dazu zu liefern.
Daher bin ich froh dass der Rüdi ein paar blumige Worte verfasst hat, um diesen wundervollen Abend zu beschreiben:

“ „Rüdiger. Du bringst mich noch ins Grab.“

Bei wem klingelt´s da? Bei mir klingelt´s da nicht nur, da echot meine halbe Jugend, jedenfalls die Hälfte, die stattfand, nachdem „Didi und die Rache der Enterbten“ ausgestrahlt worden war. Es war furchtbar. Die halbe Klasse hatte den Film gesehen und ich hasste meinen Namen, weil es fortan ständig hieß:

„Rüdiger. Du bringst mich noch ins Grab.“

Timmey hat diesen gewissen Ton drauf, original Hallervorden und ich weiß immer nicht, ob ich lachen oder ihn oder mich ohrfeigen soll. Bis jetzt hab ich mich noch fürs Lachen entschieden, aber man weiß ja nie, wie das mit diesen Traumata läuft. Am besten, wir machen eine kleine Schocktherapie.

Timmey, Claudio und ich machen uns auf, um „Didi und die Rache der Enterbten“ zu kaufen und mich mit dieser Szene zu konfrontieren. Kleingeld brauchen wir auch und Fred braucht Zigaretten und sowieso tut ein Spaziergang gut.

Den Film kriegen wir nicht, irgendwie ist der nicht mehr zu bekommen, wahrscheinlich heißen alle Bosse von Filmvertriebsfirmen „Rüdiger“ mit Vornamen und haben den Film auf den Index gesetzt.

Aber immerhin kommen wir mit Zigaretten und Kleingeld zurück und wenn Timmey mit diesem „Rüdiger“ aufhört, kann ich vielleicht endlich anfangen zu vergessen.

„Rüdiger“ macht er und ich kichere, um mir keine reinhauen zu müssen.

Dann bekommen wir Besuch von Markus Ebbert, einem Fotograph, den Pensen ganz gut kennt und den Burger wohl gerne kennen lernen will, um mit ihm über technische Daten von Spiegelreflexkameras und die Belichtungszeiten wechselnder Objektive zu fachsimpeln, wenn ich das richtig verstanden habe. Ich verstehe jedenfalls kein Wort, wenn die beiden sich unterhalten, aber Markus wird heute Abend beim Konzert ein paar Fotos machen und angucken, das kann ich.

Ein lustiges Konzert, das wir da heute geben. Börnski ist fünf Minuten vor Konzertbeginn wieder zu uns gestoßen, wir haben höchst professionell Sekt weggeknallt, was gut für die Show ist, mir aber den Gallensaft aufschäumt und als ich beim Konzert noch ein, zwei Bier drüber kippe, bin ich für ein paar Lieder ausgeknockt und damit beschäftigt, mir die Magenkrämpfe zu massieren und Schweißperlen von der Stirn zu wischen.

Totte hat ganz andere Probleme. Er hat mit seiner Ansage zu „Flitzebogen“ das Publikum derart gegen sich aufgebracht, dass er jetzt sein Lied durch eine Mischung aus Buh-Rufen und „Rüdi“-Chören bringen muss. Was man mit diesem verdammten Namen aber auch alles anrichten kann. Das klingt jetzt zwar bitter für Totte, aber erstens hat er das selber angezettelt und zweitens ist es schlicht ein weiterer lustiger Spaß unseres stets mitdenkenden Publikums. Alles nicht ernst gemeint, der Monsterskosmos ist frei von jeder Boshaftigkeit. Der jahrlang studierte Bruder von Pensen ist heute im Publikum und ich erspähe an der Theke Sascha von der „Sondaschule“. Und Soelve. Endlich hat er mal Zeit, sich ein Konzert anzugucken. Morgen fahren wir nur bis Düsseldorf, da hat nicht mal der Fahrer Stress. Und Markus schießt Bilder, die alle ziemlich toll sind und sicherlich bald in unserer Bildergalerie zu finden sein werden. Aber obwohl er seine Kunst „Loud and Proud“-Fotografie nennt, fällt er bei seiner Arbeit eigentlich kaum auf. Das Publikum singt und feiert mit uns mit, wir mögen uns schon lange und kennen Leute und darum ist anschließend ziemlich was los im Backstage. Wir kommen grade rein ins Feiern, da kommt Fred rein ins Zimmer und ruft zum Laden. Alles muss jetzt plötzlich schnell gehen, wir müssen in 10 Minuten aus dem Club heraus sein. Aber hoppla, so einen Bibitus interruptus geht uns zu schnell, wir können jetzt leider nicht mehr umschalten, karren allen Schnaps in den Bus und Fred ist der DJ, die ganze freudestrunkene Nacht hindurch.

Danke, Essen. Es war wie immer wunderbar.“

(Quelle: monstersofliedermaching.de)

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