Dropkick Murphys, 04.02.2018, Dortmund

Am vergangenen Sonntag lud die Bostoner Folk-Punk-Rock`n`Roll Institution der DROPKICK MURPHYS in Dortmund zum flotten Pogo. 11.000 Leute folgten der Einladung was eine fast ausverkaufte Westfalenhalle 1 bedeutet. Eine reife Leistung, wenn man bedenkt, dass die Dropkicks erst im vergangenen Jahr die Mitsubishi Electric Halle in Düsseldorf mit 7.000 Leuten füllten.

Den undankbaren Anfang des Openers machte Punkrock-Urgestein Glen Matlock, seines Zeichens Bassist der Sex Pistols vor Sid Vicious und Urheber der größten Sex Pistols Hits „God Save the Queen“ und „Anarchy in the UK“. So sehr sich der gute Mann auch Mühe gab wollte der Funke zum Publikum nicht überspringen, denn lediglich mit seiner Akustikgitarre bewaffnet klangen selbst die genannten Hits wie jeder andere Song aus seinem Repertoire.

Sehr viel mehr Feuer zu bieten hatten da Flogging Molly. Eine Band welche erst letzte Woche im Rahmen einer Deutschlandtournee ihre Qualitäten als Headliner unter Beweis stellte, und entsprechend frenetisch vom Dortmunder Publikum empfangen wurde.
Die Spielfreude steht der siebenköpfigen Truppe aus LA förmlich ins Gesicht geschrieben. Besonders Frontmann und Sänger Dave King tanzt und rennt über die Bühne wie von der Tarantel gestochen und nutzt jede Gelegenheit um das Publikum weiter anzutreiben, oder für kleine irische Tanzeinlagen alà Riverdance.
Songs wie „Devil`s Dancefloor“, „Selfish Man“ oder „Drunken Lullabies“ tun ihr übriges, so dass innerhalb kürzester Zeit die ersten Stagediver gen Bühne getragen werden. Getrübt wird das ganze nur durch ein paar kleine technische Probleme mit Dave King`s Gitarre, welche dieser aber zu nutzen und zu überbrücken weiß. Einen kleinen Toast aufs Deutsche Bier („Drinking German Beer is Fine! Prost Everybody!“) später sind alle Probleme behoben und es geht munter weiter. Die Devise heißt Tanzen, tanzen, und nochmal tanzen. Wer hier stillsteht, lebt nicht mehr.

Der Umbau für den Headliner des Abend erfolgt erfreulich schnell, so dass die Zeit gerade für einen Toilettengang und Bierkauf reicht.
Beim Intro „The Foggy Dew“ von Sinnead O`Connor ist der Vorhand und das gesamte Bühnenbild in irisch-grünem Scheinwerferlicht gehüllt. Aus dem Intro geht es quasi Nahtlos in „The Lonesome Boatman“ über während die ersten Bandmitglieder die riesige Bühne betreten. Es folgen ohne wirkliche Pause „Prisoners Song“ und „I had a Hat“. Die Band ist hervorragend aufgelegt und sehr agil auf der Bühne unterwegs. Diese ist auf zwei Ebenen aufgebaut und dort ebenfalls mit Mikfrofonen versehen, so dass die Gitarristen James Lynch und Tim Brennan öfters auf dem „oberen Deck“ stehen und von dort ihre Gesangsparts übernehmen.
Das Backdrop besteht aus einer Videoland, welche von Dropkick Murphys Schriftzügen und Logos umrahmt wurde. Auf dieser erfolgen Einspielungen wie z.B. bei „Johnny i hardly knew ya“ und „Rose Tattoo“ die jeweiligen Musikvideos, oder bei „Blood“ der Songtext.
Doch der Abend steht, zumindest für die Dropkick Murphys und einen eher geringeren Teil des Publikums, nicht nur im Zeichen der Musik, sondern ebenfalls des Sports – findet doch zu späterer Stunde der Superbowl statt.
Ken Casey versucht das Publikum zu „Go Pats“ Rufen zu animieren, was diese allerdings eher ablehnen oder mit Buh-Rufen quittieren. Er nimmt es gelassen, und verkündet stolz, dass dies die größte Show ihrer aktuellen Tour ist. Reife Leistung Männer!
Nach der Ankündiung, dass mit “Out of our Heads” nun der letzte Song des Abends folgt, gibt es eine kurze Unterbechung und es folgt der erste Zugabenblock bestehend aus u.a. „The Boys are Back“ und dem genialen „Skinhead on the MTBA“. Beendet wird der erste Zugabenblock von Frank Sinatras „My Way“, welches vom Band eingespielt wird. Der letzte Zugabenblock startet mit einem Klassiker Cover „Folsom Prison Blues“ vom guten JR Cash. Danach folgt DER Dropkick Murphys Song, welcher auf keinem Konzert fehlen darf und traditionsgemäß das Ende eines jeden DK-Konzerts darstellt: „Shipping up to Boston“. Das Outro gestaltet wieder eine Tape-Einspielung von „Hit the Road Jack“ von Percy Jackson.

01. Intro
02. The Lonesome Boatman
03. Prisoners Song
04. I had a Hat
05. The Legend of Finn McCumhail
06. The Gang`s all Here
07. Black Velvet Band
08. First Class Loser
09. Buried Alive
10. Blood
11. Johnny, i hardly knew ya
12. Sunshine Highway
13. Time to go
14. Rose Tattoo
15. Sunday Hardcore Matinee
16. The Wild Rover
17. Going Out in Style
18. You`ll never walk alone
19. Caught in a Jar
20. The hardest Mile
21. Out of our Heads

22. The Boys are Back
23. Until the Next Time
24. Skinhead on the MBTA

25. Folsom Prison Blues
26. Shipping up to Boston

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